DEBATTIERCLUB - FAQ

 

Warum soll ich beim Debattierclub mitmachen?

„Wenn ich einmal all meine Besitztümer abgeben müsste und dürfte nur einen Besitz behalten, ich würde die Kraft der Rede wählen. Denn mit ihrer Hilfe hätte ich bald alle anderen zurück gewonnen.“  - Daniel Webster, amerikanischer Politiker

Genau diese Kraft trainierst du beim Debattierclub!

 

Was kostet eine Teilnahme?

Gar nichts. Die Teilnahme ist gratis, es profitieren nur die Teilnehmer/innen. Einzig etwas Mühe und Zeit musst du opfern können.

 

Grundsätzlich interessiert mich der Debattierclub schon, aber nicht die Politik.

Macht nichts, wir debattieren nicht nur über politische Themen. Außerdem kannst du auch mitbestimmen, worüber wir diskutieren sollen, indem du einfach selbst Themen vorschlägst! Außerdem gibt es die Möglichkeit, vor der Debatte eine vorbereite oder freie Rede dem Publikum vorzutragen und so die ersten Versuche in Sachen Debattieren unternehmen.

 

Wofür braucht man die ganzen Regeln um zu diskutieren?

Ganz einfach: die Debatte soll ja nicht einfach irgendeine Diskussion sein wie zwischen Freunden. Hier geht es darum, das Publikum von seiner Position zu überzeugen. Die formalen Regeln helfen dabei, dass die Debatte nicht zu einem Streit ausartet und verleihen der Debatte Struktur.

 

Das Niveau ist sicher ziemlich hoch und ich habe nicht wirklich Lust zu reden. Kann ich auch bloß zuhören?

Über Publikum freuen wir uns immer, schließlich möchte man ja nicht zu leeren Sesseln reden! Außerdem bestimmt das Publikum über das Gewinnerteam und kann mit Zwischenfragen die Redner/innen „testen“.

Es ist verständlich, dass du beim ersten Besuch vielleicht zuerst zuhören willst, um dir ein Bild zu machen. Dann wirst du auch sehen, dass beim Debattieren nicht darum geht gut zu sein sondern besser zu werden!

 

Was ist ein/e fraktionsfreie/r Redner/in?

Wenn du als Publikum den Redner/innen zuhörst und dich von einer Seite besonders überzeugt fühlst, dann kannst du sie als fraktionsfreie/r Redner/in unterstützen. In einer 3,5 Minuten Rede legst du dar, warum die gewählte Seite Recht hat, welche Argumente überzeugend sind und was bei der Gegnerseite nicht schlüssig ist.

Darüber hinaus können so mehr Menschen an der Debatte aktiv teilnehmen. Wer sich also noch nicht zutraut, sieben Minuten zu reden oder die Positionen bereits alle vergeben sind, der/die kann als fraktionsfreie/r Redner/in mitmachen.

 

Was ist der Unterschied zwischen „Zwischenfragen“ und „Zwischenrufe“? Wann darf man sie verwenden?

Zwischenfragen sind immer Fragen, können aber von einer Informationsfrage zur rhetorischen Frage jeden Zweck erfüllen. Fragen dürfen sowohl das Publikum als auch die gegnerischen Redner/innen stellen. Eine Zwischenfrage signalisiert man durch Aufstehen, der/die Redner/in muss die Frage explizit annehmen oder ablehnen (mind. zwei Fragen müssen beantwortet werden!).

Zwischenrufe beleben die Debatte und sind ein gutes Mittel um den/die Redner/in auf Widersprüche hinzuweisen. Außerdem wird er/sie in seiner/ihrer Durchsetzungsfähigkeit gefordert. Auch hier kann der Zweck variieren (vom widerlegenden bis hin zum unterstützenden Zwischenruf). Zu Bedenken gilt es allerdings, die Rufe kurz zu halten und keine Dialoge zu erzeugen! Zwischenrufe sind den Redner/innen vorbehalten.

 

Sowohl die Zwischenrufe als auch die -fragen dürfen nicht in der so genannten geschützten Redezeit verwendet werden. Die geschützte Zeit sind bei Redner/innen der Pro/Contra Seiten die jeweils erste und letzte Minute. Bei fraktionsfreien Redner/innen handelt es sich um die ersten und die letzten 30 Sekunden. Dazwischen darf gefragt und gerufen werden!

 

Wie lange dauert denn so ein Debattierclub?

Die aktiven Teilnehmer/innen treffen bereiten sich 15 Minuten in den Teams vor. Redezeit hat jede/r 7 Minuten, gibt es fraktionsfreie Redner/innen, bekommen diese 3,5 Minuten Redezeit. Danach gibt es eventuell noch eine kleine Feedbackrunde. Alles in allem dauert der Debattierclub also maximal 90 Minuten plus ein Bier (danach im Lokal nebenan)!

 

Wie weiß ich das nächste Thema?

Tja, zu einfach soll es auch nicht sein. Es geht nicht darum, sich gut vorzubereiten und eine perfekte Rede schon zu Hause zu üben, sondern spontan nach kurzer Vorbereitungszeit (15 Minuten) frei zu einem Thema zu reden.

Die Themen sind absichtlich so gewählt, dass jede/r darüber reden kann, z.B. „Aufnahmeprüfung für Unis?“. Außerdem kannst du jederzeit ein Thema selbst vorschlagen!

 

Auf dem Lebenslauf kommt das sicher gut! Gibt es ein Zeugnis für die Teilnahme?

Du hast Recht, auf dem Lebenslauf kommt die Teilnahme am Debattierclub sogar sehr gut! Ein Zeugnis gibt es auch, sobald du mind. drei Mal als Redner/in teilgenommen hast.

 

Brauche ich irgendwelche Unterlagen?

Eigentlich nur Papier und Bleistift, um dir Notizen zu machen. Darüber hinaus kannst du Lexika, Zitat-Bücher, etc. mitbringen und verwenden.

 

Debattiert ihr auch auf Englisch?

Ja, Termine für englisch-sprachige Debatten werden unter "Aktuell" bekannt gegeben.

 

 


  LAST UPDATE: 6 JUNE 2009