Splitter

Gut gelesen ist halb geschrieben

Auf jedenfall besser informiert. Aus diversen Medien stellt das AFA eine Melange origineller Beobachtungen und Tatsachen zusammen - viel Vergnügen!


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Sayako: Lieber reich als verheiratet
(Der Standard, 21. 4. 1999)

Tokio – Sie lebt mit ihren Eltern, verbringt die Tage mit dem Studium von Vögeln und übt traditionelle Tänze. Prinzessin Sayako führt in Tokio ein unbeschwertes Leben – möchte man meinen. Nur: Die einzige Tochter der Tennofamilie feierte am vergangenen Sonntag (Red.: 18. 4. 99) ihren 30. Geburtstag und ist (zum Leidwesen der Hofschranzen) noch unverheiratet. Aber trotz übler Nachrede: Das Ledigsein hat Vorteile. Bei einer Heirat verlöre sie im Gegensatz zu ihren Brüdern ihren kaiserlichen Status, damit sämtliche Privilegien (inklusive Rente), und müßte aus dem Palast ziehen.

Griechen und Zyprioten lehnen Luftangriffe ab
(Athener Zeitung, Ausgabe Nr. 265 vom 23. 4.1999)

Nach einer Anfang April in der Athener Tageszeitung "Ta Nea" veröffentlichten Umfrage sprechen sich mehr als 96% der griechischen Bevölkerung gegen die NATO-Bombardements aus. Landesweit finden Protestaktionen statt. Den genau gleichen Grad der Ablehnung ergab eine Umfrage unter den Bürgern Zyperns. Die "Last dieses Referendums" zwingt die sozialistische Regierung unter Kostas Simitis zu politischer Akrobatik, um alle zufriedenzustellen: NATO-Partner und Volksempfinden. Bislang ging die Rechnung auf – die Beliebtheitswerte des Ministepräsidenten stiegen und seine Politik findet - laut "Ta Nea-Umfrage"- die Zustimmung von etwa 52% der Bevölkerung.

Kritisiert
(Der Condor, Woche vom 15. bis 21. April 1999)

Starke Kritik im Regierungsbündnis und in der Rechten hat die Entscheidung des britischen Innenministers Jack Straw provoziert, dem Auslieferungsverfahren gegen General Pinochet erneut stattzugeben. Präsident Frei, der die Nachricht in Berlin erhielt, konnte seinen Unmut darüber nicht verbergen, daß Straw die Argumente der chilenischen Regierung nicht berücksichtigt hat. Nachdem die Rechtsparteien lange das Vorgehen der Moneda im Fall Pinochet unterstützt hatten, sprachen RN und UDI nun von einem "Scheitern" der chilenischen Politik. Alle Seiten richten sich auf ein langes juristisches Tauziehen um den Senator auf Lebenszeit ein.